#MobilPrämieFürAlle

 

Die Bundesregierung hat die Entscheidung über eine Auto-Kaufprämie vertagt. Die Autoindustrie fordert sie, um die coronabedingten Ausfälle zu kompensieren. Ein breites Verbände- und Unternehmensbündnis hingegen fordert eine #MobilPrämieFürAlle.

 

Das Bündnis forderte in einer gemeinsamen Pressemitteilung eine Mobilitätsprämie für alle, mit der man beispielsweise auch E-Bikes und Bahn-Abos kaufen kann.Auch der Kauf eine E-Lastenrads oder eines ÖPNV-Abos scheitert oft am Geld. ADFC-Bundesgeschäftsführer Burkhard Stork sagt: „Wir wollen nicht, dass die Regierung den Bürgerinnen und Bürgern die Verkehrsmittelwahl diktiert, sondern ihnen alle Optionen ermöglicht!“

#MobilPrämieFürAlle dient auch den Klimazielen

In seinem Aufruf an die Bundesregierung weist das Bündnis darauf hin, dass eine Mobilitätsprämie auch angesichts der im Klimapaket vereinbarten klimafreundlichen Transformation des Verkehrssektors dringend erforderlich ist. Eine reine Autoprämie setze den falschen Anreiz, immer mehr Wege mit dem Auto zurückzulegen, anstatt je nach Wegezweck das intelligenteste Verkehrsmittel auszuwählen, so das Bündnis.

„Durch Corona hat sich das Leben fast aller Menschen schlagartig geändert. Das Horrorszenario wäre, wenn jetzt wirklich alle ins Auto steigen, denn dann bricht der Verkehr in Deutschland zusammen. Jetzt hat die Bundesregierung die riesige Chance, Deutschland für einen intelligenten Verkehrsmix zu begeistern“, so Stork.

Die Entscheidung über die Prämie wurde auf Juni vertagt. Die Bürger*innen sind von einer Kaufprämie nicht überzeugt, schon jetzt haben mehr als 200.000 Menschen den Appell "Keine Steuergelder für Spritschlucker" bei Campact unterzeichnet. Auch Wissenschaft und Wirtschaft oder Prominente sind nicht überzeugt und haben Debattenbeiträge per Video beigesteuert  (Links im blauen Servicekasten).

Breites Bündnis an Verbänden und Unternehmen

Der vom Fahrradclub ADFC initiierte Aufruf wird von zahlreichen Verbänden und Unternehmen unterstützt wie Allianz pro Schiene, Auto Club Europa (ACE), BICO Zweirad Marketing GmbH, Bundesverband Zukunft Fahrrad, Changing Cities, Deutscher Naturschutzring, JobRad GmbH, nextbike GmbH, Paul Lange & Co., Fahrgastverband Pro Bahn, Verkehrsclub Deutschland (VCD), Verbund Service und Fahrrad (VSF), Verbraucherzentrale Bundesverband und Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Hinzugekommen sind Bundesinnungsverband Zweirad und der Deutsche Bahnkundenverband.

Aktualisiert: 12.05.2020

 

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Copyright: ADFC/April Agentur

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    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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