Fahrradquartier Ellener Hof in Bremen

 

Im Sommer 2018 hatten die Bauarbeiten für das Fahrradquartier Ellener Hof in Bremen-Osterholz begonnen – nun wurde das Ergebnis präsentiert. Für Radfahrerinnen und Radfahrer bedeutet das zukünftig mehr Komfort und Sicherheit.

 

Fahrradquartier Ellener Hof
Das teilbare Lastenrad ist ein Baustein des Fahrradquartiers Ellener Hof. Mobilitätssenatorin Dr. Maike Schaefer (rechts) mit Heike Wohltmann (plan-werkStadt) und Alexander Künzel, Seniorvorstand der Bremer Heimstiftung. © Martin Rospek

Es ist Klima- und Fahrradquartier zugleich: Rund um das sozial-ökologisch ausgerichtete Stiftungsdorf Ellener Hof in Bremen wurde eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die künftig dazu beitragen sollen, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

Maßnahmen für den Umstieg aufs Rad

Dazu gehört unter anderem eine klimafreundliche Waren- und Paketverteilstation, in der Päckchen und Pakete auf Lastenräder umgeladen und umweltschonend ausgeliefert werden. Es gibt eine Fahrradstation mit Selbsthilfe-Werkstatt und Verleih.

Straßenzüge und Verkehrsknotenpunkte sowie angrenzende Haltestellen des ÖPNV wurden fahrrad- und fußgängerfreundlich umgebaut. Zusätzlich sind 300 neue Stellplätze und Ladestationen für Elektroräder entstanden. Alle Maßnahmen sollen die Menschen im Quartier dazu animieren, aufs Rad umzusteigen.

Konzept soll Klima schützen und Lebensqualität verbessern

„Das Fahrradquartier Ellener Hof ist ein gutes Beispiel und eines der Herzstücke der Radinfrastruktur hier in Bremen, deren weiteren Ausbau wir vorantreiben wollen. Denn zukunftsträchtige Verkehrskonzepte wie diese helfen, unser Klima nachhaltig zu schützen und so für mehr Lebensqualität zu sorgen“, sagte Bremens Klimaschutz- und Umweltsenatorin Dr. Maike Schaefer während eines geführten Rundgangs, bei dem das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Das Bundesministerium für Umwelt, Natur und nukleare Sicherheit unterstützte die Umsetzung des Fahrradquartiers mit 1,9 Millionen Euro aus dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr.“

Fahrradmodellquartier Alte Neustadt

Das Fahrradquartier Ellener Hof ist bereits das zweite seiner Art in Bremen. Das erste Fahrradmodellquartier Deutschlands ist in der Alten Neustadt entstanden. Dort gibt es rund um die Hochschule Bremen ein durchgängiges Netz von Fahrradstraßen – Deutschlands erste Fahrradzone. Sie ist zentrales Element des Fahrradmodellquartiers, das mit dem Deutschen Fahrradpreis 2018 ausgezeichnet wurde.

 


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Häufige Fragen von Alltagsfahrern

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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